Canon G1 X

Blog | Jan 9, 2012 | 0 Kommentare

Profiknipse: Canon G1 X

Klein wie eine Kompaktkamera, leistungsstark wie eine Spiegelreflex

Während Canon als einer der letzten Hersteller bislang noch keine spiegellose Systemkamera im Portfolio hat, präsentiert man derzeit auf der Elektronikmesse CES  sein Kompaktkamera-Flaggschiff.
Äußerlich erinnert die in Las Vegas vorgestellte Kompaktkamera Canon G1 X   an die Modelle der bislang bereits recht beachtlichen Powershot G-Serie. Der kleine, pardon: große! Unterschied ist der 18,7 x 14,3 Millimeter messende CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 14 Megapixeln.

 

 

PowerShot-G1-X Sensor

Der Bildsesonder der G1 X reiht sich in der Größe zwischen Four Thirds und APS-C ein. Foto: Canon

Im Vergleich zur PowerShot G12 ist die Sensor-Oberfläche der  G1 X demnach über 6-mal größer und laut Canon entsprechen Pixel-Größe und Struktur den Bildpunkten des Sensors in der DSLR EOS 600D, der diverse Testberichte eine außerordenliche Bildqualität attestieren.

Die Vorteil des großen Sensors:

 

 

Ansicht Canon G1 X von oben

Die Oberseite der Canon G1 X präsentiert sicht aufgeräumt und funktional. Foto: Canon

Auch die weiteren technischen Details versprechen eine Bildqualität auf DSLR-Niveau. Das Objektiv verfügt über einen Brennweitenbereich von 15,1-60,4 mm (entspricht  28-112mm bei KB). Die Lichtstärke weckt mit einer Anfangsöffnung von 2,8-5,8  ein eher laues Begeisterungslüftchen, ist aber sicherlich den kompakten Abmessungen geschuldet und wird durch den optischen Bildstabilisator z.T. wieder ausgeglichen, da dieser unverwackelte Freihandaufnahmen mit bis zu vier Stufen längeren Verschlusszeiten erlaubt.
Wie in der Kompaktkameraklasse üblich, bietet die Canon G1 X diverse Motivprogramme, erlaubt anspruchsvollen Fotografen, die das Bildergebnis nicht der Kameraautomatik überlassen wollen, aber  zahlreiche manuelle Steuerungsmöglichkeiten und zeichnet auf Wunsch  unkomprimierte 14-Bit RAW-Bilder auf, sodass für die Nachbearbeitung am Computer alle Optionen erhalten bleiben.

Das rückseitige Kameradisplay ist mit einer Diagonale von 7,5 cm (3 Zoll) üppig bemessen und erlaubt eine zuverlässige Beurteilung der Aufnahmen. Es  lässt sich in alle Richtungen drehen, klappen  und schwenken und erlaubt so auch ungewöhnliche Aufnahmepositionen ohne großartige Verrenkungen, z.B. Fotos aus der der Vogelperspektive durch Hochhalten der Kamera am ausgestreckten Arm. Entgegen vieler einfacher Kompaktkameras hat Canon der G1 X einen optischen Sucher spendiert, der selbst im gleißenden Sonnenlicht Durchblick gewährt, wenn auf dem Display vor lauter Spiegelungen schon längst nichts mehr zu erkennen ist.

 

 

Sucher der Canon Power Shot G1 X

Dank Dioptrienausgleich können auch Brillenträger den optischen Sucher nutzen. Foto: Canon

Unterstrichen wird der professionelle Anspruch der Canon Powershot G1 X durch das robuste  Metallgehäuse mit gummiertem Handgriff. Ich bin gespannt auf die ersten Testberichte, denn mit der Canon G1 X scheint Canon ein interessante Kamera für unterwegs gelungen zu sein, die auf Outdoortouren sowohl als Einzelkamera als auch als Backup für die DSLR eine gute Figur machen dürfte. Durch das optional erhältliche Unterwassergehäuse (WP-DC44 bis 40 Meter Tauchtiefe) ist die Canon G1 X auch perfekt für die Dokumentation der nächsten Kanutour geeignet.

Einziger Wermutstropfen ist der stolze Preis (der sich wie der Sensor auf DSLR-Niveau bewegt): Die  Canon PowerShot G1 X soll ab Ende Februar 2012 für ca. 750 € erhältlich sein.

Canon-Pressemeldung und technische Details zur Powershot G1 X

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