Blog | Feb 6, 2012 | 0 Kommentare

Drei „kleine“ Große

Canon Powershot G1 X, Sony NEX-7 und Fujifilm X-pro1 im Vergleich

„Genau die Immerdabei-Kamera, die ich gesucht habe“, war mein erster Gedanke, als Sony vergangenes Jahr im August die NEX-7 ankündigte. Als Canon im Januar diesen Jahres auf der Consumer Electronics Show (CES) die G1 X präsentierte, war ich mir da nicht mehr so sicher und auch die ebenfalls in Las Vegas von Fujifilm vorgestellte X-Pro 1 löste auf Anhieb einen „Die-will-ich-haben!“-Reflex aus.

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und obwohl die Sony NEX-7 vorrübergehend kurzfristig sogar wohl schon erhältlich war, lautet der aktuelle Status auf sony.de „Im Moment leider nicht lieferbar“. Ein bisschen Zeit bleibt also, die Kaufentscheidung auf etwas rationalere Beine zu stellen. Was ich suche ist die bekannte eierlegende Wollmilchsau: Eine möglichst kleine Kamera, die sich für möglichst viele Fotosituationen einsetzen lässt.

Die Tabelle mit den technischen Daten der drei Kameras im direkten Vergleich gibt es am Artikelende.

[tab name=’Canon Powershot G1x‘]

PowerShot G1 X  Foto: Canon
PowerShot G1 X Foto: Canon
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[tab name=’Sony NEX-7′]

Sony NEX-7 Foto: Sony
Sony NEX-7 mit Zeiss 1,8/24mm Foto: Sony
[/tab]

[tab name=’Fuji X-pro1′]

Fujifilm X-Pro1 Foto: Fujifilm
Fujifilm X-Pro1 mit 1,4/35mm Foto: Fujifilm
[/tab]
[end_tabset]

 

Zugegeben, das Retrodesign der X-Pro1 (inklusive Schraubanschluss für einen klassischen Drahtauslöser) ist nun gerade kein rationaler Kaufgrund – trotzdem hat das traditionell-puristische Design etwas für sich. „Ich bin das Werkzeug für Fotografen, die wissen, was sie tun“ ist das Statement der auf das Wesentliche reduzierten Bedienelemente und wird durch die lichtstarken Festbrennweiten noch unterstrichen.

Für die unauffällige Available-Light-Fotografie, das gezielte Spiel mit der Schärfentiefe und höchste Bildqualität ist die X-Pro1 sicherlich 1.Wahl. Für meine Art zu fotografieren erscheint mir die Beschränkung auf zunächst drei Brennweiten allerdings nicht optimal und obwohl die Fujifilm X-Pro1 quasi Leicafeeling zum halben Preis offeriert ist sie mir schlicht und einfach zu teuer. Für den Body mit 35mm-Standardobjektiv verlangt Fujifilm knapp 2200€!

Die NEX-7 bewegt sich preislich zwar in einer etwas passableren Region, meine anfängliche Begeisterung hat sich aber gelegt, da sie weder Fisch noch Fleisch ist. Soll die neue Systemkamera die DSLR ersetzen und als einzige Kamera dienen, so ist die NEX-7 samt einem Bündel Objektive vielleicht die richtige Wahl. Ich werde aber ersteinmal noch die Tests der Canon G1 X abwarten. Bestätigen sie die erwartete, gute Bildqualität, so werde ich wohl das Portemonnaie zücken und die Canon Powershot G1 X als Ergänzung zur Nikon D300 kaufen.

Das „gesparte“ Geld im Vergleich zur Fuji X-Pro1 kann dann ja den Grundstock für eine Nikon D800 bzw. Canon EOS 5D Mark III bilden (wenn es denn endlich soweit ist). So hätte ich eine Spitzen-DSLR für alle Fälle, in denen es auf kompromisslose Bildqualität ankommt und eine handliche Immer-Dabei-Kompaktkamera für gute Bilder bei kleinstem Gepäck.

Die technischen Daten in der Übersicht

Hier noch die aus meiner Sicht relevanten technischen Daten der drei Kameras, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Einen Link zum jeweiligen Kamerahersteller mit weiteren Informationen zu den Kameras und allen technischen Details finden Sie am Tabellenende.

Canon Powershot
G1 X
Sony NEX-7 Fuji X-pro1
Abmessung ca. in mm (ohne bzw. mit eingefahrenem Objektiv) 117 x 81 x 65  120 x 67 x 43 140 x 82 x 43
Gewicht ca (inkl. Akku & Speicherkarte) 534 g 350 g (Gehäuse), 195 g (Kit-Objektiv 18-55) 450 g (Gehäuse),190 g (35mm-Objektiv)
 Abmessung Bildsensor
in mm
18,7 x 14,0  23,5 x 15,6  23.6 x 15.6 
maximale Bildgröße 4.352 x 3.264 (14,3 MP) 6.000 x 4000 (24,3 MP)  4.896 x 3.264 (16,3 MP)
Videoauflösung Full-HD  Full-HD  Full-HD 
Objektiv(e) festeingebautes Objektiv mit 4x optischem Zoom, 1:2.8-5.6/28-112 mm (KB-Äquivalent) Sony E-Bajonett; Kit-Objektiv 1:3.5-5.6/18-55mm, weitere Objektive: 1:2.8/16mm-Pancake, 1:3.5-6,3/18-200mm, 1:3.5/30mm Makro, 1:4.5-6.3/55-210 mm, Zeiss 1:1.8/24mm, 1:1.8/50mm Fujifilm X-Bajonett; 1:2/18mm, 1:1.4/35mm, 1:2.4 60mm Makro
 Bildstabilisator ja, bis zu vier Stufen abhängig vom Objektiv abhängig vom Objektiv
Autofokus Kontrast-AF,   Einzelbild-AF, kontinuierlicher AF Kontrast-AF,   Einzelbild-AF, kontinuierlicher AF Kontrast-AF, Einzelbild-AF, kontinuierlicher AF
AF-Messfelder 9-Punkt, Gesichtserkennung, zentraler Spot 25-Zonen, mittenbetont, flexibler Spot, nachführender AF 49 AF-Messfelder
ISO 100 – 12.800 100 – 16.000 200 – 6.400
Sucher optischer Zoomsucher elektronischer Sucher Hybrid (optisch und elektronisch)
LCD-Monitor dreh- und schwenkbarer 3″- Monitor neigbarer 3″-Monitor 3″-Monitor
Blitz (eingebaut/extern) ja/ja ja/ja nein/ja
GPS nein nein nein
Nutzungsdauer des Akkus  ca. 250 Aufnahmen ca. 335 Aufnahmen ca. 300 Aufnahmen
Unterwassergehäuse WP-DC44
Preis ca. 750 € Gehäuse ca. 1200 €, mit Kit-Objektiv 18-55mm ca. 1350 € Gehäuse ca. 1600 €, 35mm-Objektiv ca. 580 €
Internet Website Canon Website Sony Fujifilm Website

 

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